Buntstifte

Logopädie für Kinder

und Jugendliche (0-17 Jahre)


In meiner logopädischen Praxis werden Kinder und Jugendliche mit entwicklungsbedingten Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen behandelt. Die Behandlungsschwerpunkte werden individuell auf das Kind abgestimmt. Wir können Ihre Kinder in allen Altersstufen behandeln. Nach einer Anamnese (Erhebung der kindlichen Entwicklung und Krankengeschichte) sowie der Diagnostik der individuellen Auffälligkeiten, erfolgt die individuell auf Ihr Kind angepasste Therapie. Diese erfolgt je nach Altersstufe sehr spielerisch, um auch eine gute Mitarbeit des Kindes zu erlangen. Eine Therapieeinheit dauert in der Regel 45 Minuten. Des weiteren ist es für den nachhaltigen therapeutischen Erfolg sehr wichtig, die Eltern auch als "Co-Therapeuten" anzuleiten und auch zu beraten.

Dieser wichtige Bestandteil unterstützt die Kinder und Jugendlichen, die Übungen auch im Alltag erfolgreich fortzuführen. Jugendliche bearbeiten ihre erarbeiteten Eigenübungen meist eigenverantwortlich, ohne die Eltern.

Beide Vorgehensweisen, ergänzt durch die fachlich fundierten Therapien in meiner Praxis, sorgen für die bestmögliche Entwicklung Ihrer Kinder.
Fluestern

Sprachstörungen bei Kindern

Sprachstörungen bei Kindern basieren auf Störungen des Spracherwerbsprozesses. Sie können alle Bereiche des Sprachsystems betreffen: Lautsystem / Aussprache (Phonetik/Phonologie), Wortschatz (Semantik/Lexikon), Grammatik / Satzbau (Morphologie/Syntax) und allgemein die Kommunikationsfähigkeit (Pragmatik). Störungen zeigen sich oftmals sowohl beim Verstehen und Sprechen, als auch in kommunikativen Situationen und / oder der Entwicklung von schriftsprachlichen Fertigkeiten, d.h. in allen expressiven und rezeptiven Modalitäten.

Unter Sprachentwicklungsstörungen (SES) versteht man zeitliche und / oder strukturelle Abweichungen von der normalen Sprachentwicklung.

Ursachen:

Ein Großteil kindlicher Sprachstörungen sind unklarer Genese, d.h. es liegt kein organischer Befund vor. Zu den bekannten Risikofaktoren zählen:
  • allgemeine Entwicklungsstörungen
  • Hörstörungen
  • Hirnreifestörungen
  • familiäre Sprachschwäche mit Krankheitswert
  • geistige, körperliche Behinderungen, Mehrfachbehinderungen
  • genetisch bedingte Krankheiten/ Syndrome (z.B. Down-Syndrom)
  • Schädel-Hirn-Traumata, entzündliche Hirnprozesse
  • Hirntumore, Hirnoperationen


Leitsymptome:

Störung des Lautsystems (Phonologie) Bei einer phonologischen Störung hat das Kind Probleme beim Erwerb des Lautinventars, d.h. es erwirbt die Laute oder die Regeln zu ihrer Kombination fehlerhaft oder unvollständig. Dies äußert sich darin, dass es Wörter fehlerhaft ausspricht (z.B. Batt statt Blatt). Kinder, bei denen mehr als 5 Laute betroffen sind, werden in der Regel von Fremden und z.T. auch in der Familie nur schwer verstanden.

Wortschatzdefizit (Lexikon/Semantik) Das Kind hat quantitative und/ oder qualitative Probleme beim Erwerb des Wortschatzes. Dies betrifft einerseits das Sprachverständnis für die Wortbedeutung, andererseits die Kategorisierung von Wörtern (z.B. Tier-Hund). Daneben treten Wortabruf- und speicherstörungen auf. Kinder kompensieren ihr Wortschatzdefizit häufig über Gestik und Mimik. Sie erschließen sich die Bedeutung der Worte und Sätze teilweise nur aus dem situativen Zusammenhang.

Dysgrammatismus (Morphologie/Syntax) Der Erwerb des grammatischen Regelsystems ist gestört, d.h. Kinder können Probleme mit der Deklination und Konjugation haben. Der korrekte Satzbau kann ebenfalls gestört sein. Hierzu zählen Umstellungen und Auslassungen von Satzelementen, wobei die falsche Stellung des Verbs besonders auffällig ist.

Pragmatische Störungen Erkennbar sind pragmatische Störungen an einer nicht altersentsprechenden Kompetenz in folgenden Bereichen:
  • Herstellung von Blickkontakt, Gesprächsverhalten (z.B. Beginnen und Aufrechterhalten eines Gesprächs)
  • Beherrschung von Redekategorien (z.B. Frage-Antwort) und
  • unterschiedliche Spielformen (z.B. Rollenspiel, Regelspiel).
Entwicklungsdyslexie/- dysgraphie (LRS) Hierunter versteht man eine Störung im Erwerb des Lesens und Schreibens. Dabei kommt es (u.a. infolge auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsdefizite) zu Lautverwechslungen und – auslassungen und Fehlern bei der lautgetreuen und/ oder orthographischen Umsetzung der gesprochenen in die geschriebene Sprache (Schreiben) und umgekehrt (Lesen).